Aktuelles Archiv

5. April 2021
Büchereineubau am Deekelsenplatz

Irrungen und Wirrungen

Nur sporadisch und einseitig  informierte Menschen wären wahrscheinlich verwirrt durch die Fülle von  Daten und Meinungen über die Geschehnisse um die Planung eines Neubaus der Bücherei Kappeln. Verwirrt aber insbesondere über die Widersprüchlichkeit und Faktenignoranz vieler Kommentierungen in der Presse und den sozialen Netzwerken. Deshalb hier der Versuch, den „Lauf der Dinge“ faktengerecht und emotionsfrei, beschränkt auf auf die wesentlichen Daten, in Erinnerung  zu dokumentieren. D. h. der Versuch, ein objektiv richtiges Meinungsbild auf der Grundlage unwiderlegbarer Fakten entstehen zu lassen.

  • Die seit Jahren bewegte Neuordnung der Stadtbücherei ließ den Gedanken an einen Umzug in andere zentrale Räume entstehen. Die Anmietung von Räumen am Deekelsenplatz wurde angeboten.
  • Der von Umzugskritikern eingeschaltete Bund der Steuerzahler bewertete einen Umzug wegen der schlechten Bausubstanz des Altgebäudes als wirtschaftlich empfehlenswert. Später sprach er von „einem Sieg der Vernunft“. Auch die Büchereizentrale Schleswig-Holstein bewertete den Standort am Deekelsenplatz als absolut geeignet.
  • Die Stadtvertretung lehnte am 12. Juni 2020 das Angebot der Anmietung von Räumen für die Bücherei am Deekelsenplatz ab.
  • Als Ergebnis weiterer Überlegungen über einen Umzug entstand der fraktionsübergreifende Gedanke, einen Neubau auf dem kleinen Parkplatz am Deekelsenplatz zu errichten. Andere Alternativen ergaben sich nicht.
  • Die Stadtvertretung beschloss am 24. Juni 2020 mit den Stimmen aller Fraktionen, also einstimmig, einen Büchereineubau am Deekelsenplatz zu planen.
  • In einem offiziellen Gespräch mit den Wochenmarkthändlern am 14. Juli 2020 erklärten diese mehrheitlich ihren Wunsch eines dauerhaften Umzuges auf den Großparkplatz am Rathaus.
  • Am 24. August 2020 beschloss die Stadtvertretung  mit den Stimmen der Fraktionen der CDU, LWG, Grünen und des SSW den Neubau einer Stadtbücherei auf dem Parkplatz am Deekelsenplatz aufgrund inzwischen erarbeiteter Vorentwürfe. Die SPD-Fraktion stimmte überraschend geschlossen dagegen, ohne allerdings eine Alternative aufzuzeigen und eine Begründung zu geben.
  • Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein bescheinigte in ihrem Gutachten vom 14. August 2020 den Planungen eines Büchereineubaus am Deekelsenplatz die Erfüllung aller Bedingungen und Anforderungen an eine moderne, zeitgemäße Bücherei in Größe, Angebots- und  Ausstattungsansprüchen.
  • Bis zu diesem Zeitpunkt fand in den immer öffentlichen Sitzungen und den Medien eine kritische Debatte über das Pro und Kontra eines Neubaus statt.
  • Am 26. August 2020 wurde die Einleitung des Verfahrens für einen Bürgerentscheid gegen den Büchereineubau angekündigt Die Stadtvertretung beschloss am 24. Februar 2021 eine konkurrierende Stellungnahme mit einem eigenen Bürgerentscheid für den Neubau. Die Abstimmung findet am 18. April 2021 statt.
  • Der Wirtschaftsausschuss beschloss am 5. April 2021 in eigener Zuständigkeit den gewünschten Umzug des Wochenmarktes auf den Großparkplatz am Rathaus. Der Umzug erfolgt zum 15. April d. J.
  • Alle hier genannten Fakten sind belegt durch Protokolle, Schriftsätze, ausgefertigte  Gutachten und Aktenvermerke. Alles ist öffentlich und im Rathaus einsehbar!

31. März 2021

Frohe Ostern

wünscht die Liberale Wählergemeinschaft Kappeln allen Freundinnen, Freunden und Mitgliedern

26. März 2021
Stadtbücherei Kappeln

Was wird aus dem alten Büchereigebäude, wenn …?

Erhaltung und Nachnutzung – eine beispielhafte Möglichkeit direkter, eigenverantwortlicher Bürgerbeteiligung – ein Versuch der Annäherung

Zugegeben – diese Gedanken scheinen verfrüht zu sein; denn das alte Gebäude in der Schmiedestraße ist immer noch Heimat unserer Bücherei. Und doch machen wir uns diese Gedanken. Wir können uns nicht vorstellen, dass sich die Stadt Kappeln die einmalige städtebauliche und wirtschaftliche Chance entgehen lässt, einen Büchereineubau am Deekelsenplatz zu realisieren.

Wir denken nach über die Möglichkeiten einer „win-win-Situation bei einem Büchereiumzug. Und dann kommt natürlich in den Sinn, wie das dann leer stehende Altgebäude in seiner historischen Substanz erhalten und sinnvoll nachgenutzt werden kann.  Insbesondere die schmückende Fassade verdient besondere Rücksichtnahme. Wie nun „win-win“?

Der einfachste Weg wäre Erhalt und Nutzung im städtischen Eigentum, oder Verkauf ohne Auflagen, oder mit Auflagen. Oder es wird ein ungewöhnlich scheinender Weg gewählt:

Gründung einer Bürgergenossenschaft „ Alte Bücherei“.

Was steckt dahinter? Das soll hier nur kurz und damit unvollständig dargestellt werden:

Die Stadt verkauft das Gebäude an eine nach den Regeln des Genossenschaftsgesetzes gegründete  Bürgergenossenschaft. Diese finanziert den Erwerb und die spätere, selbstbestimmte Nutzung mit Genossenschaftsanteilen der Mitglieder und erwirtschafteten Erträgen.

Das klingt einfach, wäre aber ein sorgsam vorzubereitender Weg. Am Ende stünde ein Ergebnis, dass bei Erfolg ein Produkt absoluter und eigenverantwortlicher  Bürgerbeteiligung an der dauerhaften Erhaltung des historischen Altgebäudes wäre.

Wir wollen diesen Gedanken weiterverfolgen, da sich dieses Modell auch vorzüglich in die Abwicklung des Altstadtsanierungsprogramms einbinden lässt.  In Rendsburg befindet sich eine Bürgergenossenschaft in Gründung. Sie will sich nach Erwerb von zwei historischen Gebäuden um deren Erhalt und sinnvolle Nutzung kümmern. In der Schleigemeinde Brodersby-Goltoft hat eine Bürgergenossenschaft am 5. Juni 2020 den „Markttreff“ als dörfliche Einkaufsstätte eröffnet. Es gibt weitere Beispiele in Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern. Wir würden uns freuen, wenn diese Gedanken auch in Kappeln aus gegebenem Anlass bewegt werden. Eine „win – win“ – Lage, ein Versuch der Annäherung!

26. März 2021
Was wird aus dem alten Büchereigebäude?

Erhaltung und Nachnutzung –

Gedanken über

Zugegeben – diese Gedanken scheinen verfrüht zu sein; denn das alte Gebäude in der Schmiedestraße ist immer noch Heimat unserer Bücherei. Und doch machen wir uns diese Gedanken. Wir können uns nicht vorstellen, dass sich die Stadt Kappeln die einmalige städtebauliche und wirtschaftliche Chance entgehen lässt, einen Büchereineubau am Deekelsenplatz zu realisieren.

Wir denken nach über die Möglichkeiten einer „win-win-Situation bei einem Büchereiumzug. Und dann kommt natürlich in den Sinn, wie das dann leer stehende Altgebäude in seiner historischen Substanz erhalten und sinnvoll nachgenutzt werden kann.  Insbesondere die schmückende Fassade verdient besondere Rücksichtnahme. Wie nun „win-win“?

Der einfachste Weg wäre Erhalt und Nutzung im städtischen Eigentum, oder Verkauf ohne Auflagen, oder mit Auflagen. Oder es wird ein ungewöhnlich scheinender Weg gewählt:

Gründung einer Bürgergenossenchaft „ Alte Bücherei“.

Was steckt dahinter? Das soll hier nur kurz und damit unvollständig dargestellt werden:

Die Stadt verkauft das Gebäude an eine nach den Regeln des Genossenschaftsgesetzes zu gründende Bürgergenossenschaft. Diese finanziert den Erwerb und die spätere, selbstbestimmte Nutzung mit Genossenschaftsanteilen der Mitglieder und erwirtschafteten Erträgen.

Das klingt einfach, ist aber ein sorgsam vorzubereitender Weg. Am Ende stünde ein Ergebnis, dass bei Erfolg ein Produkt absoluter und eigenverantwortlicher  Bürgerbeteiligung an der dauerhaften Erhaltung des historischen Altgebäudes wäre.

Wir wollen diesen Gedanken weiterverfolgen, da sich dieses Modell auch vorzüglich in die Abwicklung des Altstadtsanierungsprogramms einbinden lässt.  In Rendsburg befindet sich eine Bürgergenossenschaft in Gründung. Sie will sich nach Erwerb von zwei historischen Gebäuden um deren Erhalt und sinnvolle Nutzung kümmern. In der Schleigemeinde Brodersby-Goltoft hat eine Bürgergenossenschaft am 6. Juni 2020 den „Markttreff“ als dörfliche Einkaufsstätte eröffnet. Es gibt weitere Beispiele in Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern. Wir würden uns freuen, wenn diese Gedanken auch in Kappeln aus gegebenem Anlass bewegt

22. März 2021
Der Entwurf der neuen Bücherei in Kappeln

Die neue Stadtbücherei in Wort und Bild

Hier sehen wir leider nur in schwarz-weiss den von der Stadtvertretung beschlossenen, virtuell bearbeiteten Entwurf der neuen Stadtbücherei am Deekelsenplatz. Das obere Bild zeigt die Eingangsseite, geöffnet zum Deekelsenplatz. Links können wir die mögliche Position des Lesegartens sehen. Über dem mittig hervorspringenden Eingangsflügel befindet sich die großzügige Terrasse mit großer Flügeltür zum separaten Veranstaltungsraum. Auf der rechten Seite, im Bild nicht erkennbar, wird eine auch öffentliche WC-Anlage angeschlossen.

 

Das untere Bild zeigt den Lesegarten in seiner möglichen Gestaltung. Deutlich wird auch der vorspringende Eingangsflügel mit der großen Terrasse auf dem Flachdach.

Das eingeschossige Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss bietet die für eine neuzeitliche Bücherei erforderliche Größe von ebenerdig mindestens 400 qm. Zu den Nachbargrundstücken ist beidseitig genügender  Abstand gewährleistet, so dass Behinderungen nicht eintreten. Das Dachgeschoss beherbergt in der Mitte hinter der Außenterrasse auf dem Eingangsflügel einen großzügigen Veranstaltungsraum auch für Anlässe, die mit der Bücherei nicht im Zusammenhang stehen müssen. Weiterhin befinden sich dort das Büro der Verwaltung, Lagerraum und eine interne WC-Anlage. Erreichbar für Personen und Lasten  ist das Dachgeschoss über einen Fahrstuhl und eine Treppe. Die WC-Anlage an der rechten Gebäudeseite wird von innen (Büchereigäste) und außen (öffentlich!) zugänglich sein.

Bauliche, räumliche und technische Ausstattung sowie die absolut zentrale Lage der neuen neuen Bücherei  erfüllen in hervorragender Weise alle Anforderungen, die nach der „Agenda 2025 zur Entwicklung der Bibliotheken in Schleswig-Holstein“ zu erfüllen sind. Zitat aus der Agenda:

„Handlungsfelder wie die Verfügbarmachung digitaler Inhalte, die Rolle der Bibliotheken als „dritter Ort“ sowie die Aktivitäten im Bereich der Medien- und Lesekompetenz usw. treten immer stärker in den Vordergrund. Hierbei werden auch die kognitiven sowie kommunikativen Fähigkeiten der Menschen und ihre Lesekompetenz gefördert. Bibliotheken entwickeln sich zu Leseorten, die den unterschiedlichsten Interessen dienen. Sie werden zu Orten der Kommunikation und bieten den Bürgerinnen und Bürgern Raum., Medien, Techniken sowie die Freiheit, dies nach ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen zu nutzen. Bibliotheken verschaffen eine hohe Aufenthaltsqualität als Lern- und Begegnungsort und sorgen für erforderliche Arbeitsmittel, Räume sowie Fachberatung“. 

Die Stadt Kappeln hat heute die einmalige Chance, diese neuzeitliche Bibliothek auf stadteigenem Grundstück in zentraler Lage und mit sehr guter staatlicher Förderung zu errichten. Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen!