Aktuelles Archiv

6. September 2021
Was lange währt, …?

Immer aktuell: Skatepark in Kappeln

Nicht zum ersten Mal erinnert die Kappelner Jugend an ihren schon über zehnjährigen Wunsch einer Skatebahn. War es in den vergangenen Jahren vor Allem der Mangel an Geld (Fehlbedarfshaushalt!) und fehlte es an erfolgloser Suche nach einem Standort und letztlich auch an politischer Bereitschaft, so melden sich heute wieder laut und deutlich Jugendliche und wiederholen ihren Wunsch.

Die anstehende Bürgermeisterwahl ist offensichtlich Stichwortgeber für die Jugendlichen. Der amtierende und kandidierende  Bürgermeister Heiko Traulsen räumt einem Skatepark in Kappeln für den Haushalt 2022 bemerkenswerte Chancen ein. Eingestanden, auch die LWG hat sich beim Thema Skatepark bisher zurückgehalten. Nicht nur die schlechte Haushaltslage, sondern auch fehlende Hinweise auf eine Übereinstimmung in der Standortfrage und Irritationen bei der Ausstattung  ließen keine Einsicht entstehen.

Der heutige Bericht im Schlei Boten eröffnet vor dem Hintergrund eines hoffentlich solide bleibenden  Haushalts vor Allem in der Standortfrage eine neue Diskussionsgrundlage. Die vortragenden Jugendlichen erläutern nicht nur ihren Wunsch, sondern beschreiben anschaulich die Nutzungsmöglichkeiten und Ausstattungsforderungen  eines modernen Skateparks. Sehr interessant ist ihr Hinweis auf den Standort. „Egal wo. Nur Hauptsache nicht so weit weg“, werden sie zitiert. Diese Erwartung erhöht die Chancen, geeignetes Gelände zu finden, wo die Skater ihrem Hobby und Sport ungestört und eine „Nachbarschaft“ nicht belastend nach ihren Vorstellungen frönen können.  Die beschriebene Nutzungsbreite verlangt aber auch  einen ausreichend großen Platz, um einen bedarfsgerecht ausgestatteten Park anzubieten. Auch ein Standort auf der Schwansener Seite wird nicht ausgeschlossen!

Unsere Fraktion hat den erneuten Vorstoß der Jugendlichen und die Hinweise aus dem Rathaus sehr aufmerksam zur Kenntnis genommen. Wir sind bereit, erneut und unvoreingenommen in eine Diskussion einzusteigen.

 

5. September 2021
Mehlbys Zentrum

LWG und SSW stellen Antrag auf Sanierung und Neugestaltung des Bauernteiches

Die Mitgliederversammlung des Verschönerungsvereines Kappeln war gerade zu Ende, da stellten die Rathausfraktionen LWG und SSW gemeinsam den Antrag, den Bauernteich in Mehlby zu sanieren und das Umfeld neu zu gestalten. Der Vereinsvorsitzende hatte zum Ende der Versammlung auf den schlechten und unansehnlichen Zustand des Teiches und des Geländes hingewiesen. Der Verein wäre gerne bereit, mit der Stadt dafür zu sorgen, dass der Bauernteich wieder zu einem ansehnlichen und künftig wieder gern aufgesuchten  Mittelpunkt des Stadtteiles wird. Angedacht wurden erste Maßnahmen wie Beseitigung der Verschlickung, ständige Belüftung, eventuell mit einen Wasserbild, Gestaltung des Ufers und des herumführenden Fußweges, zurückschneiden und Beseitigung des wuchernden Gebüschs. Auf die Bedeutung des Feuerlöschteiches wurde hingewiesen.

Manche werden sich erinnern, dass vor ca. 30 Jahren Bauernteich und Grundstück  bereits einmal gründlich saniert worden sind Da gab es auch zahlreiche Enten, die sich hier wohlfühlten und hier Ruhe suchende Erwachsene und spielende Kinder erfreuten.  Jetzt ist es an der Zeit, den Bauernteich wieder in den Zustand zu versetzen, der des Zentrums von Mehlby würdig ist. Bauausschuss und Hauptausschuss sind aufgefordert, sich der Sache in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein anzunehmen, Vorschläge zu entwickeln und das Geld zur Verfügung zu stellen.

27. August 2021
Gute Sache

Wochenmarkt im Aufwind

Künftig umfangreich barrierefrei –  Entscheidung im Bauausschuss – Landeszuschuss bewilligt

War schon die Verlegung des Wochenmarktes auf den Großparkplatz am Rathaus eine gute Sache, so ist die Ankündigung seiner Barrierefreiheit die weitere Bestätigung einer guten Entscheidung. Diese Entwicklung verdient Lob für Stadtverwaltung und WTK! Es wurde nicht nur die sehr überwiegend positive Bewertung der Verlegung von Besuchern und Händlern gerne zur Kenntnis genommen, sondern es wurde auch hingehört, wenn Mängel, z. B. das Kopfsteinpflaster, geäußert wurden. Der Verwaltung ist in Zusammenarbeit mit der WTK kurzfristig gelungen, aus einem spontanen Sonderprogramm des Landes einen Zuschuss für die Herstellung der Barrierefreiheit  in Höhe von ca. 70.000 €  bei Kosten von ca. 100.000 €  einzuwerben. Im  Laufbereich des Marktes (ca. 500 qm)  werden ebene Laufflächen angelegt, die außerhalb der Marktzeiten un unschädlich überparkt werden können. Der Bürgermeister weist jetzt auf die Zuständigkeit des Bauausschusses hin, diese sehr sinnvolle Maßnahme zügig umzusetzen.

Aber schon lesen wir im Schlei Boten heute, dass der Bauausschussvorsitzende (SPD)  den wöchentlichen (!) Wochenmarkt auf dem Großparkplatz in Frage stellt! Er wird zitieret:

„Ist der Wochenmarkt an diesem Ort tatsächlich fix? Oder ist uns der wöchentliche Verlust der Parkplätze und der Parkgebühren auf Dauer zu hoch?“

Im Grunde ist es müßig, Worte oder Gedanken über so viel Kurzsichtigkeit zu verlieren. Eine klare Mehrheit hat die Verlegung des Marktes durchdacht beschlossen, der Wunsch der Händler war starker Antrieb, und die Besucherzahlen zeigen die unbestreitbare Akzeptanz. Also wieder einmal „die Suche nach dem Haar in der Suppe“! Verlässlichkeit der Politik schafft Vertrauen und gute Ergebnisse. Davon scheinen wir in Kappeln weit entfernt zu sein!

Wir freuen uns auf einen künftig weitgehend barrierefreien, gut erschlossenen und räumlich großzügigen Wochenmarkt in Kappeln. Wir werden erleben, dass die Besucherfrequenz steigen wird. Diese Entwicklung ist ein gutes Beispiel für die Aufmerksamkeit von Förderstellen (Europa, Bund, Land, Kreis), die die Stadt Kappeln erfolgreich beständig erfährt.  Das ist gut so!

16. August 2021
Fahrräder, Fahrräder …

… und noch einmal:

Fahrradgaragen

Was haben wir „gewettert“ gegen die Planung, am Nordhafen sog. „Fahrradgaragen“ aufzustellen! Vergebens! Es wurde mehrheitlich beschlossen, sechs Container für sechs (!) Fahrräder  zu beschaffen und anzubieten. Ca. 40.000 € sollte dieses Unterfangen kosten, 50 % würden bezuschusst aus Mitteln der „Aktiv-Region“. Unsere dauerhaften Hinweise auf die große Zahl der durchgehend am Hafen abgestellten Fahrräder, in Spitzenzeiten über 100, blieben unbeachtet. Jetzt überraschte der Bürgermeister auf der Einwohnerversammlung am 12. 8. mit der Ankündigung, die Verwaltung würde den Beschluss nicht ausführen (wollen?), sondern einen anderen Vorschlag vorlegen. Es sei geplant, am Südhafen eine großräumige Anlage zum Parken von Fahrrädern zu errichten, um dem realen Bedarf zu entsprechen. Wir sind gespannt, wie das vorzuschlagende „Bauwerk“ wohl aussehen und wie es sich am Südhafen in die Umgebung einfügen wird. Der Hafen ist dort bereits ziemlich zugeparkt von Autos und Motorrädern. Anlehnbügel, auch in großer Zahl,  haben sich bestens bewährt und stören das Hafenbild nicht so sehr!! Und billiger sind sie auch!

16. August 2021
Stadtplanung gefordert

Wohnungsbauboom in Kappeln?

Werden für die „Schleiterrassen“ in Ellenberg ca. 600 Wohneinheiten prognostiziert, so werden im Orteilsteil Mehlby überraschend 450 Wohneinheiten nördlich des „Amalienfeldes“ von Investoren angekündigt. Rechnet man noch die prägnanten und noch nicht abgeschlossenen  Wohnungsbauvorhaben gegenüber der Jugendherberge, die in Ellenberg hinter ALDI und im Bahnhofsweg hinzu, mag man schon von einem Wohnungsbauboom sprechen. Das allerdings nur, wenn es sich um „echten“ Wohnungsbau und nicht um reale  oder latente Ferienwohnungen handelt.

In der letzten Bauausschusssitzung stellte die Gesellschaft WeBau GmbH & Co. KG Kappeln ihr geplantes Vorhaben Wohnungsbau in Mehlby vor. Es ist beabsichtigt, in zwei Bauabschnitten ca. 450 Wohnungen in unterschiedlichen Gebäudeformen zu errichten. Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft das Verfügungsrecht über die außergewöhnlich große z. Z. landwirtschaftlich genutzte  Fläche hat. Die von der WeBau angestrebte, notwendige  Bauleitplanung der Stadt wird sicher viele Fragen und evtl. später auch Erwartungen aufwerfen. Die Fraktionen der Stadtvertretung werden bemüht sein, das Antragsbegehren der WEBAU sorgsam zu prüfen und Entscheidungen vorzubereiten. Das kann „lange Beine“ haben. Denn zumindest auf den ersten Blick erscheint die WeBau-Planung überaus ehrgeizig, zumal auf der großen Fläche nur 2 Bau-(nicht: Planungs-)-abschnitte vorgesehen sind. Fragen nach:  Bedarf,  platzierte Architekturen, Trägerschaft für sozialen Wohnungsbau, Anschluss an die Flensburger Straße, „naturnahe“ Entwässerung in den schon stark beanspruchten Mühlenbach, angebotene KITA-Planung, energetische Versorgung, Mietwohnungsbau, Eigentumswohnungen, Lärmschutz sollen nur einige erste Gedanken und Fragestellungen sein, auf die es verlässliche Antworten geben muss.  Vor allem muss erkennbar sein, dass für ein derart großes Erschließungsgebiet mit sehr dichter Bebauung bei dem Investor ausreichende Kraft vorhanden ist, um alle Leistungen zu erbringen und allen Risiken begegnen zu können.

WIr erinnern uns mit Schaudern an die Geschichte des mehrjährigen Entstehens des Bebauungsplanes „Schleiterrassen“ im Spiegel der heutigen Erkenntnisse. Unbotmäßige politische Einmischungen und Alleingänge, Hektik, Fehleinschätzungen und Ignoranz gegenüber rechtlicher Beratung belasteten das Verfahren. Gegenüber der im Ursprung geplanten und erwarteten  Schaffung von 250 „echten“ Wohnungen werden wir hier heute mit einem Volumen von ca. 600 Wohnungen konfrontiert, was sich u.. a. aus den großzügigen Baurechten des Bebauungsplanes erklärt. Diese Entwicklung hat die Problematik der Nutzungsabsichten als Ferienwohnungen dramatisch verstärkt. Die Stadt sieht sich verpflichtet, ab sofort ordnend einzugreifen, um hier und künftig in allen Bebauungsplänen sicher zu stellen, dass reale Erst- bzw. Zweitwohnsitze und nicht Ferienwohnungen  rechtssicher entstehen.

Das Ergebnis der im Ablaufplan der WeBau für den im Spätsommer angekündigten Planungsanzeige bei Land und Kreis erwarten wir mit Interesse. Im Herbst/Winter dieses Jahres erhofft sich die Antragstellerin die Aufstellungsbeschlüsse für die Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes. Wir werden uns die Zeit nehmen, dass wir trotz dieser ehrgeizigen Ablaufplanung ausreichend Zeit und Gelegenheit  haben werden, um alle skizzierten und noch auftretenden Fragen zu klären. Die dem Bauausschuss vorgelegte Machbarkeitsstudie der WeBau GmbH & Co KG lässt bei Konkretisierung neben den städtebaulichen Belangen viele rechtliche und technische Abwägungen erwarten.