Liberale Wählergemeinschaft Kappeln

Herzlich willkommen auf der Homepage der Liberalen Wählergemeinschaft Kappeln. Wir freuen uns, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Hier hast Du die Möglichkeit, dich mit der Arbeit der Liberalen Wählergemeinschaft Kappeln und unseren Zielen vertraut zu machen.

Außerdem kannst Du hier die Menschen kennenlernen, die hinter unserer Arbeit stehen – und diejenigen, die sie ausführen.

Deshalb hoffen wir, dass sich auch zukünftig viele Menschen bereit erklären, uns bei dieser ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen.

9. Juli 2020
Unser Strand in Weidefeld

2021 soll in Kappeln die Kurabgabe eingeführt werden. Dann zahlen alle Übernachtungsgäste pro Übernachtung eine Gebühr – so wie in fast allen Bade- und Erholungsorten. Der Urlaubsgast kann für seine Zahlung angepasste Gegenleistungen erwarten, Leistungen, die ihm einen erfüllten Urlaub bieten. Die Rathausfraktionen haben in den vergangenen Monaten an diesem Leistungsangebot gearbeitet und sich verschiedene Satzungsmodelle zusammen mit der Verwaltung angeschaut. An angemessenen Tarifen wird gearbeitet.

Der große Weidefelder Strand an der Ostsee ist natürlich ein zentrales Urlaubsangebot für unsere Gäste. Mit der erkennbaren Zunahme der Gästezahlen über das ganze Jahr, natürlich insbesondere in der Sommerzeit, verdient der Stadtstrand besondere Beachtung. Die OFS, Dienstleister für den städtischen Tourismus in Kappeln, hat sich in Zusammenarbeit mit dem Strandpächter, der Stadtverwaltung und der Ostseeresidenz Olpenitz intensiv Gedanken über den Weidefelder Stand gemacht und in einer „Strandentwicklungsskizze“ zusammengefasst. Diese wurde kürzlich dem Wirtschaftsausschuss und den Fraktionen vorgestellt. In sehr präziser Darstellung wurden Stärken und Schwächen des Strandes beschrieben (SWOT):

Stärken

  • Thematisierte Strandabschnitte (Baden, Hunde, FKK, Wassersport)
  • Allgemeine Strandqualität
  • Serviceangebot
  • Busanbindung ab 2020-07-09
  • Weite des naturnahen Strandes
  • Nähe zur Stadt und zu ORO

Schwächen

  • Beschilderung und Besucherlenkung
  • Erhöhter Aufwand für Pflege und Reinigung
  • Optik des Parkplatzes
  • Anzahl öffentlicher Toiletten und Duschen 
  • Kapazitäten der Gastronomie 
  • Kein Wassersportangebot
  • Badesicherheit und Versorgung der DLRG-Mannschaft bei weiter steigenden Gästezahlen 

Chancen

  • Schaffung eines ganzheitlichen Erlebnisareals
  • „attraktiver Strand“ für Gäste aus der Region und ORO
  • Bau eines „Strandservicecenters“
  • Erweiterung der Gastronomie
  • Wassersportangebote
  • Nutzung als Veranstaltungsort

Risiken

  • Auslastung von ORO ist nicht bekannt und somit schwer kalkulierbar
  • Schwierigkeiten, Servicepersonal zu finden

Interessant ist die Darstellung der „Aufgabenverteilung“ für die Bewirtschaftung des Strandes. Grundlage hierfür ist ein Vertragsverhältnis mit dem derzeitigen Pächter. Dessen Aufwendung refinanziert er aus den Parkplatzgebühren. Auffällig in der Gesamtdarstellung ist, dass eine Beteiligung der Ostseeresidenz Ostsee (ORO) in keinem Bereich gegeben ist. Besorgt werden muss, dass zunehmend viele Gäste den Strand und seine Einrichtungen ohne Inanspruchnahme des gebührenpflichtigen Parkplatzes benutzen, aber zur Steigerung der Unterhaltungskosten deutlich beitragen. Hier muss mit ORO verhandelt werden, zumal frühere vertragliche Regelungen fehlen!

Wie geht es nun weiter?

In einer Fraktionsrunde am 2. Juli d. J. mit dem Bürgermeister wurde anhand der Strandentwicklungsskizze vom 14. 2. 20 abgestimmt, dass von den Partnern für die Projekte

Strand  (Duschen, Umkleiden, Toiletten)

Besucherlenkung (begonnene Maßnahmen abschließen)

 DLRG (autarke DLRG-Unterkunft, Lagerflächen, Badesicherheit, Wachstationen, Badezonen erweitern)

 Parkplatz (Parkgebühren, Umgestaltung, Ladesäulen, Fahrradstellplätze)

 Wassersport (Wassersport-Station, Mehrzweckgebäude)

Prioritäten bis zum Oktober d. J. erarbeitet  und den Gremien zugeleitet werden sollen. Deutlich wurde, dass der Wille besteht, „viel Geld in die Hand zu nehmen“, um unseren Strand entsprechend seiner Bedeutung für den lokalen und regionalen Tourismus zu entwickeln. Die Entwicklungsskizze und  die Besprechungsergebnisse vom 2. 7. sollen dafür die Grundlagen bilden.

 

4. Juli 2020
Wohnen in Kappeln

Die Tagesordnung der letzten Sitzung des Bauausschusses am 3. 7. d. J. hatte es in sich. Wieder einmal rückte der Bebauungsplan Nr. 74 „Schleiterrassen“ in den Mittelpunkt der Beratungen. Thema war die Qualifizierung des Plangebietes als „Allgemeines Wohngebiet“ (AW) und seine Nutzungsausschöpfung. Dem Vernehmen nach lägen zahlreiche Anfragen nach Möglichkeiten der Errichtung von Ferienhäusern/wohnungen vor. Die Bauverwaltung regte bei dieser Wahrnehmung an, das Planziel dieses Wohngebietes in Erinnerung zu bringen und die Nutzungsmöglichkeiten darzustellen.

In der Begründung zum B-Plan heißt es unmissverständlich, dass Planungsziel die Entwicklung eines hochwertigen Wohngebietes ist! Die zugrunde liegende Baunutzungsverordnung lässt in einem AW-Gebiet aber auch Ausnahmen zu. Diese dürfen nicht den Charakter des Planungsgebietes als Wohngebiet (Planungsziel) beeinträchtigen. Ferienwohnungen als zugelassene Ausnahmen sind keine Wohnungen im allgemein verständlichen und rechtlichen  Sinne. Allein aus diesen Feststellungen ergibt sich, dass Ferienhäuser/Wohnungen als Ausnahmenutzungen im AW-Gebiet sehr beschränkt in ihrer Zahl sein müssen. Eine zu große Anzahl oder Massierung auf einer Teilfläche würde den Charakter des Wohngebietes beeinträchtigen bzw. wie ein Sondergebiet (SO) anmuten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Etikettenschwindel“.

Der Bauausschuss hat nach intensiver Debatte einstimmig beschlossen, dass der als Ausnahmen (§§ 4, 13 a Baunutzungsverordnung) zulässige  Anteil der Ferienhäuser/wohnungen auf 10 % der in dem Plangebiet erwarteten  Wohnungen beschränkt wird. Die Berechnungsfläche ist um die Baufelder zu kürzen, die durch den B-Plan bereits direkt für Ferienwohnungen ausgeschlossen sind. Die Prozentklausel ist auf jedes Baufeld exklusiv anzuwenden. So konnte aktuell auf einem 10 Parzellen umfassenden Baufeld nur ein Ferienhaus zugelassen werden.

Mit diesem umfassenden Beschluss wurde der Grundstein gelegt, dass die Errichtung und der Betrieb von Ferienwohnungen in Kappeln sinn- und maßvoll geregelt wird. Die vom Gesetzgeber eingeräumten Ausnahmen von den Festsetzungen in einem allgemeinen Wohngebiet wurden gebührend beachtet. Wir hoffen, dass auf dem Gelände der ehemaligen Marinewaffenschule, jetzt der B-Plan „Schleiterrassen“,  die Konversion durch die Schaffung von neuem Wohn- und Lebensraum  als Ausgleich für den durch den Wegzug der Marine wirtschaftlich spürbaren Bevölkerungsschwund schnell gelingen wird. Das neue, große Wohngebiet schafft dafür attraktive Voraussetzungen.

3. Juli 2020
Schule „tut Not“

Seit Monaten beschäftigt sich der Nahbereichsschulverband, Träger der Gemeinschaftsschule an der Schlei in Kappeln, mit der Erweiterung der Schule. Nach neuesten Erkenntnissen würden sich die Kosten von 4,4 Mio. € zu 8,6 Mio. € bewegen., je nachdem welche Variante letztlich gewählt wird. Also kein Pappenstiel, zumal die Haushalte der Verbandsgemeinden in den folgenden Jahren infolge der Corona-Krise äußerst angespannt sein dürften. Auch die Landeskasse dürfte arg in Mitleidenschaft gezogen werden. Dagegen steht natürlich das vielmundige Bildungsversprechen der Gesamtpolitik. Die Kostenbeteiligung der Stadt Kappeln beträgt ca. 70 v. H.

Ein aus der Verbandsversammlung gebildeter Arbeitskreis hat nun Varianten vorgelegt, die von Abbruch und Neubau des Westflügels, Teilabbruch mit Anbau und Einbezug des „Bunten Hauses“ reichten. So erklärt sich auch die Diskrepanz der erwarteten Kosten. Berichten zufolge hat der Einbezug des „Bunten Hauses“ (ehemalige Förderschule) zu besonderen Diskussionen in der Versammlung geführt. Von totaler Ablehnung bis zu Nachdenklichkeit war zu hören. Man kam überein, eine kleine Auswahl von Architekten Entwürfe mit Kostenschätzungen zur Auswahl  erstellen zu lassen.  Auf ausdrückliche Nachfrage des Kappelner Bürgermeisters bestätigte der Verbandsvorsteher, dass das „Bunte Haus“ in diesen Vorgang eingeschlossen sei.

Der Einbezug des unmittelbar benachbarten „Bunten Hauses“ wäre geeignet, nicht Klassenräume zu schaffen, sondern für Nebenräume und nicht unterrichtsgebundene Nutzungen zur Verfügung zu stehen. Mitentscheidend wären baulicher Zustand der nicht mehr jungen Gebäude und eine deutliche Kostensenkung. Wir werden sehr darauf achten, ob diese Überlegungen bei der Vorstellung der Architekten gebührende Beachtung finden werden.