Wahl 18 II

Seit frühen Zeiten ist Kappeln eine Schulstadt. Auch heute, trotz vieler Reformen, beherbergt sie alle Schulsysteme. Zuletzt ist nach der Bildung der Gemeinschaftsschule das Gymnasium hinzugekommen. Die Trägerschaft ging per Gesetz (!) vom Kreis auf die Stadt über. Das hat uns in den vergangenen Jahren sehr viel Geld gekostet, zumal ein riesiger Sanierungsbedarf vorgefunden wurde. Das meiste ist geschafft. Die LWG ist sich der Verantwortung für alle Schulen bewusst und wird wie bisher dafür sorgen, dass unsere Bildungseinrichtungen höchstem Niveau gerecht werden. Der digitalen Ausstattung /Netzwerke, Lern- und Lehrmittel) und der Anschluss an das „“schnelle Internet““ kommen besondere Bedeutung zu.

Das Kulturleben in Kappeln ist äußerst lebhaft. Sie zu fördern ist unsere vornehme Aufgabe. Kontinuierliches Vereinsleben, aber auch spontane „“Events““ prägen  die Kulturszene. Wir müssen sie mit ehrlichem Beifall im Auge haben.

Ein Wermutstropfen allerdings trübte  vor einigen Tagen die Freude über die Rettung unserer Volkshochschule. Auch dem neuen Vorstand konnte es nicht gelingen, die Bildungs- und Kultureinrichtung zu stabilisieren. Von Schließung ist die Rede, wenn sich nicht neue Menschen und Ideen  anbieten. Für uns wäre es eine Blamage für die Stadt Kappeln, wenn hier künftig keine Volkshochschule mehr zu halten wäre. Sie ist fester Bestandteil der Kappelner Bildungslandschaft. Wir fordern die deutlich verstärkte Förderung durch die Stadt und die Bereitschaft, sich auch den Fragen der Trägerschaft und Organisation  offen zu stellen.

Weiter geht es mit dem Segel

Wohnungsbau, Umweltschutz (unten rechts im Bild)

Nach einigen Jahren Stillstand, bedingt durch die unnötig schwierigen Vertragsverhandlungen mit der AMA GmbH für das große Baugebiet „“Schleiterrassen““ wird überdeutlich, dass in Kappeln zu wenige Wohnungen bedarfsgerecht und finanzierbar angeboten werden. Es dominiert der Eigentumsbau von Ferienwohnungen. Wenn wir Einwohner in Kappeln halten und neue gewinnen wollen, müssen Mietwohnungen vor allen Dingen im Zentrum und dessen Nähe im Angebot sein.

Die LWG hat durchgesetzt, dass in Kappeln-Ellenberg, gleich hinter ALDI ein vom Bund (BIMA) im Rahmen der Konversion angebotenes und bereits für Wohnungsbau überplantes Grundstück von 1,4 ha Größe für Zwecke des sozial geförderten Wohnungsbaus ausgewiesen wird. Diese Bindung erzeugt einen äußerst attraktiven Kaufpreis. Wir fordern, dass diese Chance nicht vertan wird, und die neue Stadtvertretung sofort nach ihrer Konstituierung  den Erwerb des Grundstückes beschließt.

Die Schaffung sozial geförderter Wohnungen soll nicht den Bau frei finanzierter, bezahlbarer  Mietwohnungen ausschließen. Sinnvolle Ergänzungen könnten möglich sein. Aber angemerkt: Es leben in Kappeln viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich Mieten des frei finanzierten Wohnungsbaus nicht leisten können! Ein ausgewogenes Miteinander aller Wohnungssysteme ist unerlässlich. Ein Blick über den Tellerrand ist zu empfehlen. Andere Städte und Gemeinden sind längst auf den Zug aufgesprungen, in ihren Grenzen den sozialen Wohnungsbau zu intensivieren. Bund und Länder haben sich die Förderung ebenfalls auf die Fahnen geschrieben!

In einer so schönen, aber auch empfindlichen Landschaft kommt dem Umweltschutz in unserer Heimatstadt eine große Bedeutung zu. Für alle Versiegelungen (u. a. Haus-, Gewerbe- und Straßenbau) und andere Eingriffe sind jeweils Ausgleichsmaßnahmen zu treffen. Darauf wollen wir achten. Unser Blick muss sich auch auf das Verhalten unserer Einwohnerinnen und Einwohner und unserer Gäste richten. Im Umgang mit Abfall und Pflegemitteln plädieren wir für Vorsicht und Beachtung der angebotenen Entsorgungssysteme und Alternativen. Übrigens: Die Stadt Kappeln betreibt durch die AKG eine hochmoderne 3-stufige Kläranlage, die höchsten Ansprüchen des Gewässerschutzes genügt. Sie wird von der städtischen AKG wirtschaftlich und umsichtig betrieben. Die Benutzungsgebühren in Kappeln sind ausgesprochen niedrig. Unser Bemühen wird sein, trotz der immer höheren Reinigungsanforderungen (4. Stufe, Schleidüker) ) und Klärschlammverbringung diesen Standard zu erhalten.

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