Unser Strand in Weidefeld

2021 soll in Kappeln die Kurabgabe eingeführt werden. Dann zahlen alle Übernachtungsgäste pro Übernachtung eine Gebühr – so wie in fast allen Bade- und Erholungsorten. Der Urlaubsgast kann für seine Zahlung angepasste Gegenleistungen erwarten, Leistungen, die ihm einen erfüllten Urlaub bieten. Die Rathausfraktionen haben in den vergangenen Monaten an diesem Leistungsangebot gearbeitet und sich verschiedene Satzungsmodelle zusammen mit der Verwaltung angeschaut. An angemessenen Tarifen wird gearbeitet.

Der große Weidefelder Strand an der Ostsee ist natürlich ein zentrales Urlaubsangebot für unsere Gäste. Mit der erkennbaren Zunahme der Gästezahlen über das ganze Jahr, natürlich insbesondere in der Sommerzeit, verdient der Stadtstrand besondere Beachtung. Die OFS, Dienstleister für den städtischen Tourismus in Kappeln, hat sich in Zusammenarbeit mit dem Strandpächter, der Stadtverwaltung und der Ostseeresidenz Olpenitz intensiv Gedanken über den Weidefelder Stand gemacht und in einer „Strandentwicklungsskizze“ zusammengefasst. Diese wurde kürzlich dem Wirtschaftsausschuss und den Fraktionen vorgestellt. In sehr präziser Darstellung wurden Stärken und Schwächen des Strandes beschrieben (SWOT):

Stärken

  • Thematisierte Strandabschnitte (Baden, Hunde, FKK, Wassersport)
  • Allgemeine Strandqualität
  • Serviceangebot
  • Busanbindung ab 2020-07-09
  • Weite des naturnahen Strandes
  • Nähe zur Stadt und zu ORO

Schwächen

  • Beschilderung und Besucherlenkung
  • Erhöhter Aufwand für Pflege und Reinigung
  • Optik des Parkplatzes
  • Anzahl öffentlicher Toiletten und Duschen 
  • Kapazitäten der Gastronomie 
  • Kein Wassersportangebot
  • Badesicherheit und Versorgung der DLRG-Mannschaft bei weiter steigenden Gästezahlen 

Chancen

  • Schaffung eines ganzheitlichen Erlebnisareals
  • „attraktiver Strand“ für Gäste aus der Region und ORO
  • Bau eines „Strandservicecenters“
  • Erweiterung der Gastronomie
  • Wassersportangebote
  • Nutzung als Veranstaltungsort

Risiken

  • Auslastung von ORO ist nicht bekannt und somit schwer kalkulierbar
  • Schwierigkeiten, Servicepersonal zu finden

Interessant ist die Darstellung der „Aufgabenverteilung“ für die Bewirtschaftung des Strandes. Grundlage hierfür ist ein Vertragsverhältnis mit dem derzeitigen Pächter. Dessen Aufwendung refinanziert er aus den Parkplatzgebühren. Auffällig in der Gesamtdarstellung ist, dass eine Beteiligung der Ostseeresidenz Ostsee (ORO) in keinem Bereich gegeben ist. Besorgt werden muss, dass zunehmend viele Gäste den Strand und seine Einrichtungen ohne Inanspruchnahme des gebührenpflichtigen Parkplatzes benutzen, aber zur Steigerung der Unterhaltungskosten deutlich beitragen. Hier muss mit ORO verhandelt werden, zumal frühere vertragliche Regelungen fehlen!

Wie geht es nun weiter?

In einer Fraktionsrunde am 2. Juli d. J. mit dem Bürgermeister wurde anhand der Strandentwicklungsskizze vom 14. 2. 20 abgestimmt, dass von den Partnern für die Projekte

Strand  (Duschen, Umkleiden, Toiletten)

Besucherlenkung (begonnene Maßnahmen abschließen)

 DLRG (autarke DLRG-Unterkunft, Lagerflächen, Badesicherheit, Wachstationen, Badezonen erweitern)

 Parkplatz (Parkgebühren, Umgestaltung, Ladesäulen, Fahrradstellplätze)

 Wassersport (Wassersport-Station, Mehrzweckgebäude)

Prioritäten bis zum Oktober d. J. erarbeitet  und den Gremien zugeleitet werden sollen. Deutlich wurde, dass der Wille besteht, „viel Geld in die Hand zu nehmen“, um unseren Strand entsprechend seiner Bedeutung für den lokalen und regionalen Tourismus zu entwickeln. Die Entwicklungsskizze und  die Besprechungsergebnisse vom 2. 7. sollen dafür die Grundlagen bilden.

 

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