Kappelns „Dritter Ort“

Wie angekündigt (s. u.) hat die Stadtvertretung am 24 Mai d. J. einstimmig beschlossen, eine neue Stadtbücherei in der Querstraße am Deekelsenplatz zu bauen. In seltener Einmütigkeit wurde das Vermietungsangebot für die  Stadtpassage abgelehnt und die Planung  eines  Neubaus an besagter Stelle beschlossen. Alle Fraktionen zeigten sich froh und erleichtert, nach vielen intensiven und oft irritierenden Gesprächen und Beratungen „die Kuh vom Eis“ geholt zu haben. 

In ihren Wortbeiträgen hoben alle Fraktionen die Vorteile eines Neubaus am Deekelsenplatz hervor. So wurde vor Allem begrüßt, dass diese große, barrierefreie  Baumaßnahme die Stadt in eigener Regie auf eigenem Grund und Boden (städtischer Parkplatz) am gewünschten Standort durchführen kann. Auch die Einbindung des Deekelsenplatzes, der im Rahmen der eingeleiteten Altstadtsanierung eine zentrale Rolle spielt, wird als Chance gesehen, hier das Stadtzentrum so attraktiv und bedeutungsgerecht zu gestalten wie es städtebaulich verlangt werden muss. Die Verwaltung wurde aufgefordert, die Maßnahme „Bücherei“ für das Städtebauförderungsprogramm anzumelden und darauf hinzuwirken, dass nach ihrer Anerkennung die Fördermittel in Höhe von 2/3 der Bau- und Einrichtungskosten bewilligt werden. Damit wäre eine mehr als solide Finanzierung gesichert.

Wir gehen davon aus, dass wie auch in den Vorplanungen die Agenda 2025 zur Entwicklung der Bibliotheken in Schleswig-Holstein in bewährter Abstimmung mit dem Landesbüchereiverband die wesentliche Grundlage für eine attraktive Planung sein wird. Es muss als Glücksfall angesehen werden, dass nach 30 Jahren jetzt die fortgeschriebene Agenda 2025 mit ihren Erkenntnissen vorliegt und angewandt werden kann. Eines können wir mit Sicherheit erwarten:  Die neue Stadtbücherei beg uns nicht nur in neuem Gewand, sondern mit neuen Inhalten und Angeboten.

Zitat aus der Agenda 2o25: … Neben der Nutzung digitaler Angebote wächst die Bedeutung der Bibliothek als physischer Ort. Sowohl wissenschaftliche als auch öffentliche Bibliotheken werden zunehmend  als attraktive Arbeits-, Lern- und Aufenthaltsorte wahrgenommen. Bibliotheken sind niederschwellige Angebote, in denen kein Konsumzwang besteht. Somit können sie als sogenannte „dritte Orte“ fungieren. … Voraussetzungen dafür, dass Bibliotheken diese Funktionen erfüllen können, sind neben ausreichender Flächen für Arbeitsplätze und Lounge-Bereiche in ansprechender innenarchitektonischer Gestaltung auch die personellen, organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen für eine Ausweitung der Öffnungszeiten – insbesondere an Wochenenden. Ende des Zitats.

Natürlich wurden in der Aussprache der Stadtvertreter auch Stimmen laut, die mit Sorge die Zukunft des Wochenmarktes auf dem Deekelsenplatz sahen. Alle Fraktionen betonten die Bedeutung des Wochenmarktes . In Abstimmungsgeprächen der Verwaltung mit den Beschickern soll erreicht werden, dass die Beschränkungen, so sie sich ergeben, möglichst gering gehalten werden. Da, wo sie sich ergeben soll ein gleichwertiger Ersatz angeboten werden. Auf jeden Fall soll der Markt auf dem Deekelsenplatz Bestand haben. Auch der Wegfall der 12 Parkplätze kam zur Sprache. Dabei wurde deutlich, dass Entscheidungen über die Schaffung großräumiger und innenstadtnaher Parkplätze keinen Aufschub dulden. Wir haben an anderer Stelle (s. u.) berichtet, dass die LWG-Fraktion diesem Thema Priorität einräumt und sich noch vor der Sommerpause damit befassen wird.

Wir freuen uns auf unsere neue Bücherei am Deekelsenplatz und sind gespannt, wie es weitergeht.

 

 

 

 

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