Hiobsbotschaft – Aus für die Volkshochschule Kappeln?

Künftig Außenstelle der VHS Schleswig? Erhöhter städtischer Zuschuss? Stadt als Trägerin? Noch einmal ehrenamtliche Bereitschaft?

In den Fragen der Überschrift stecken die Probleme unserer VHS, aber auch Fingerzeige auf deren Lösung. Vorweg unsere schon früher formulierte Forderung: Dem politischen  Bekenntnis  zum Bestand der VHS Kappeln muss auch die Konsequenz folgen, den Trägerverein mit den notwendigen finanziellen und organisatorischen Mitteln tragfähig und dauerhaft zu fördern. Und es ist dem Träger der Bildungseinrichtung nicht zumutbar, erst über Anträge „sein“ Geld zu beschaffen. Die VHS braucht Planungssicherheit über mehrere Jahre und Organisationsstärke, um den Bildungsauftrag zu erfüllen.. In Kappeln leisten wir uns seit -zig Jahren das „Schmuckstück“ einer von einem Verein getragenen VHS.

Man stelle sich die Kosten einer Trägerschaft in städtischer Hand  – also ohne Ehrenamt  – vor! Die  -zugegeben- noch theoretische Möglichkeit einer Rettung durch Einrichtung einer Außenstelle der VHS Schleswig wird auch nicht zum Null-Tarif und sicher nicht mit kurzfristigen Organisationsverhandlungen zu realisieren sein. Da ist es sicher der „“eleganteste““ und der Historie entsprechende Weg, den Kappelner Trägerverein dauerhaft und verlässlich aufgrund einer objektiven Etatplanung und Kostenrechnung zu fördern. In dieser Finanzplanung muss die Stadt als fester Finanzierungsbeteiligter präsent sein!

Der Trägerverein der Volkshochschule ist kein ehrenamtlicher Verein im üblichen Sinne. Vergleiche mit anderen Vereinsstrukturen und deren Förderung sind unzulässig. Der Betrieb von Volkshochschulen (historisch = Erwachsenenfortbildung) leitet sich ab aus der Landesverfassung und dem dort verankerten Status als anerkannte Bildungseinrichtung! Erst kürzlich auf einer Wahlveranstaltung des Seniorenbeirates hat die LWG erklärt, dass der Zustand unserer Stadt ohne VHS ein Skandal wäre. Zu dieser Aussage stehen wir gerade heute. Wir hoffen, dass „ein Ruck durch die Stadtpolitik“ geht, der auch die Finanzknauser bewegt, über ihren Schatten zu springen, um der VHS Kappeln das zu geben, was ihr zusteht. Das Geld ist da! Aus einer Festlegung der Landesverfassung haben wir die Pflicht zum Betrieb einer Volkshochschule abzuleiten. Wir hoffen , dass sich trotz der momentanen, schlechten Situation wieder Frauen und Männer bereitfinden, dem Vorstand beizutreten. Der neuen Stadtvertretung sei ins Stammbuch geschrieben, dass eine Volkshochschule unverzichtbarer Baustein der Kappelner Bildungslandschaft ist.

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