Endlich Bewegung

Möglichkeiten des Baus einer Parkpalette sollen geprüft werden

Seit `zig Jahren wird über Parkprobleme in der Innenstadt geklagt. Hin und wieder geschah auch etwas zur Verbesserung. Die Parkplätze an der Hospitalstraße waren auf Angelner Seite infolge der ersten Altstadtsanierung Mitte der achtziger Jahre wirksame Entwicklungen. Der damalige Rahmenplan der Sanierungssatzung sah allerdings vor, dass fast alle  kleinen Parkplätze in der Innenstadt aufgegeben werden sollten. Sie sind ehemals bebaute Flächen. Das jedoch ist nicht geschehen, Proteste aus allen Richtungen und fehlende Möglichkeiten, Ersatz in oder an der Innenstadt zu schaffen, verhinderten dies. Und heute, da wir vor einigen Tagen gelesen haben, dass der Tourismus in Kappeln um sage und schreibe 37 % gestiegen ist (Übernachtungen), stehen wir vor dem Dilemma einer durch Verkehr verstopften Innenstadt in der sich immer mehr verlängernden Saison. Das Gebot muss sein, unnötigen Verkehr von und aus  der Innenstadt fernzuhalten. Zu wenige Außenparkplätze lösen einen rotierenden Suchverkehr aus, und Anwohner verzweifeln oft auf der Suche eines Parkplatzes in vernünftiger Entfernung zu ihrer Wohnung. Zunehmend problematisch ist auch der Lieferverkehr. Immer größer werdende Fahrzeuge und mangelende Rücksicht der Lieferanten auf die zugelassenen Fahrzeiten in der Fußgängerzone überlasten den innerstädtischen Verkehrsraum. Viele Versuche, die Verkehrsführung zu verbessern sind gescheitert.

Jetzt steht die zweite Phase der Altstadtsanierung an. Daran will die Stadt Kappeln gemäß Beschlusslage teilnehmen und ist jetzt endlich nach der positiven Entscheidung über den Büchereistandort in den Vorbereitungen auf einem guten Weg! Der innenstädtische Verkehr (ruhend und fließend) im Sanierungsgebiet wird im Rahmen der städtebaulichen Planung betrachtet werden. Auch die dynamische Entwicklung des Fremdenverkehrs mit explodierenden Gästezahlen darf und wird nicht übersehen werden. Die Notwendigkeit wird wachsen, die Innenstadt (Sanierungsgebiet) autoarm zu gestalten. Also müssen am Rand der Kernstadt Parkräume geschaffen werden, die  unnötigen Besuchs- und Parkplatzsuchverkehr verhindern. Hier sollte weitgehend nur der nötige Verkehr (Anwohner, Lieferanten, Versorgung, Sicherheit) Raum erhalten. Die Innenstadt würde insbesondere für den Fremdenverkehr als einen tragenden Faktor der Stadtwirtschaft eine Qualität erfahren, die gemessen an der Entwicklung und der Werbung angestrebt werden muss.

Die Stadtvertretung hat am 24. August d. J. auf Antrag der LWG-Fraktion mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der SPD beschlossen zu prüfen, ob die rechtlichen, technischen und flächenbedingten Möglichkeiten bestehen, an der Hospitalstraße auf dem Parkplatz hinter dem ZOB eine 2-geschossige Parkpalette aufzustellen und zu betreiben. Weiterhin soll geprüft werden, ob dieser Platz mit dem dahinter liegenden Parkplatz verbunden werden kann, um dessen Erreichbarkeit ohne Berührung der Innenstadt zu erleichtern.

Wir erwarten, dass dieser Beschluss endlich Bewegung in die Überlegungen  zur Lösung der Parkprobleme bringt. Dafür benötigen wir keine zeitraubenden und teuren Gutachten, dafür reicht gesunder Menschenverstand und Ortskenntnis. Zuviel Zeit ist schon mit planlosen und sich immer wieder wiederholenden  Diskussionen vergeudet worden. Bevor der Druck die Situation mit dann nicht wieder gut zu machenden Schäden zum Platzen bringt, muss schnell und konsequent gehandelt werden. Dann wird letztlich auch die zweite Phase der Altstadtsanierung weniger vorbelastet in Angriff genommen werden können.

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