Autostadt (?) Kappeln

Über 90 % der Urlauber in Kappeln reisen mit dem Auto an. Sie parken nicht nur dauerhaft, sondern fahren gerne in der Stadt und in der als Highlight beworbenen  „Gegend herum“, oft auch mit dem mitgebrachten oder gemieteten Fahrrad. Das mag hinsichtlich der Verkehrsbelastung in einer kurzen Saison noch verkraftbar sein, zusätzlich belastend aber sind die extrem vielen und gern begrüßten Tagesgäste. Alle Autos wollen für die Zeit des Aufenthaltes untergebracht werden und suchen nach geeigneten Plätzen. Da die Zahl der großen Parkplätze zu beschränkt ist, durchfahren viele Autos die enge Altstadt auf der Suche nach Parkmöglichkeiten.  Diese sind in der Saison schnell voll. Aufgrund verschiedener Entwicklungen (u. a. ORO und Corona-Krise) dürfen wir neben einem verstärkten Urlauberaufkommen auch die Verlängerungen der Saisonabschnitte über das Jahr erwarten, also keine Chancen auf Entspannung Das alles spielt sich zusätzlich neben dem örtlichen Standardverkehr ab. Allein dieser schafft zumindest in der engen Altstadt schon große Probleme in seiner Aufnahme und Führung, und auch diese Autos wollen wohnungsnah , sicher und erreichbar abgestellt werden! Zweite Stufe der vor einigen Jahren eingeführten Parkraumbewirtschaftung ist das noch ungelöste Anwohner- und Beschäftigtenparken. Der städtebaulichen Sanierung und Entwicklung der Altstadt dürfen durch das KFZ-Aufkommen, den fließenden und ruhenden Verkehr keine Grenzen zu Lasten der Lebensqualität gesetzt werden.

Mit diesen Fragen hat sich zum wiederholten Male die LWG-Fraktion in ihrer letzten Sitzung befasst. Die Mitglieder vereinbarten, in dieser Angelegenheit verstärkt initiativ zu werden. Im Einzelnen wurden die zu bearbeitenden Probleme erkannt:

  • Anwohner- und Beschäftigtenparken;
  • Parkleitsystem;
  • Verkehrsführung für innerstädtische Radwege und Autostraßen;
  • zusätzliche Parkflächen und Parkeinrichtungen;

Vor einigen Monaten wurde fraktionsübergreifend eine Projektlenkungsgruppe eingerichtet, die sich mit diesen Themen lösungsorientiert befassen soll. Sie hatte sich vorgenommen, als ersten Schritt die innerstädtische Erschließung mit Radwegen zu bewerten. Erste Verbesserungen wurden erkannt und z. T. umgesetzt. Mit unseren Gedanken und Vorschlägen werden wir dieser Gruppe zuarbeiten, wohlwissend, dass „dicke Bretter gebohrt“ und mutige Entscheidungen getroffen werden müssen.

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